Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Thomas Rickert und Kollegen

Mundschutz

Individueller Mundschutz für Sportler

Signature Mouthguards®

In meiner Praxis werden für Sportler hochwertige Mouthguards angeboten, die nach Abdruck des Mundes individuell hergstellt werden und bezüglich Schutzwirkung und Paßform einzigartig sind. Unsere Signature®-Mouthguards wurden von vielen Sportlern während der Olympiade 2008 in Peking getragen, z.B. den Deutschen Hockey-Nationalmannschaften.

Argumente für Signature®-Mouthguards:

  • sind seit 1992 weltweit erste Wahl, wenn ein individueller Mundschutz indiziert ist
  • kontrollierte Anpassung durch den Zahnarzt
  • individuell hergestellt im zahntechnischen Labor
  • einzigartige Sicherheitseigenschaften
  • perfekte Paßform, keine Sprachbehinderung
  • verschiedene Typen je nach Sportart und Alter
  • viele Farben erhältlich, komplett mit Box

Wer trägt Signature®-Mouthguards?

Hintergründe:

  • Verletzungen von Zähnen, Zahnfleisch und Kieferknochen sind besonders schmerzhaft
  • 1964 wurde die Schutzwirkung auf den Kopf erkannt (Verminderung von Gehirnerschütterungen)
  • besonders gefährdet sind Jugendliche (Mountainbiking, Rollerskating usw.)
  • Helm und Knieschutz tragen die meisten Jugendlichen - der Mundschutz gehört aber auch dazu!

Indikationen:

  • Schulsport Hockey Eishockey
  • Fußball Football Handball
  • Karate Basketball Polo
  • Volleyball Squasch Wasserball
  • Judo Ringen Boxen
  • Skateboard Rollerskates Mountainbiking

Veröffentlichungen über Mouthguards®:

  • Deutsche Hockey Zeitung
  • Dental Labor
  • Quintessenz der Zahntechnik
  • Die Zahnarzt Woche
  • Dental Echo
  • Dental Spiegel
  • Zahnärztliche Mitteilungen
  • Journal California Dental association
  • ASD Meeting, Columbus
  • CDS Meeting, Chicago

National Youth Sports Foundation 1992

  • die Wahrscheinlichkeit einer Zahnverletzung ist ohne Mundschutz 60ig mal höher als mit Mundschutz

Ideale Stärke eines Mouthguards

  • 4 mm und mehr (-> Signature Mouthguard)
  • stärkeres Material ist effektiver
  • dünneres Material verformt sich oder wird zerstört

Wahrscheinlichkeit von Gesichtsverletzungen bei Kontaktsportarten

  • 10% in einer Saison
  • 56% in der sportlichen Laufbahn

Watts, 1954

  • funktioneller Mundschutz bei Kontaktsportarten sinnvoll

Stenger, 1964

  • Schutzwirkung bei Schlag gegen Kopf, Hals und Zähne

Informationen über Mouthguards in Europa

Dr. med. dent. Thomas Rickert, Germany

Als Mitglied der amerikanischen Academy for Sports Dentistry möchte ich kurz darstellen, wie sich Mouthguards in Europa durchsetzen. Die größte Verbreitung findet bei uns natürlich auch der Boil + Bite-Mouthguard, was durch den niedrigen Preis begründet ist. Wir haben um die Qualität der Vorsorge zu verbessern 1993 mit der Eingliederung von laminierten Mouthguards begonnen, DEM Signature Mouthguards®.

Durch diese Art des laminierten Mouthguards ist der Schutz des Sportlers im Mund- bzw. Gesichtsbereich wesentlich verbessert worden, da durch die Laminierung von zwei bzw. drei Schichten und einige spezielle Konstruktionsmerkmale ein hochwertiger Schutz für die Zähne, das Zahnfleisch und die Kieferknochen erreicht wird und durch die hervorragende Schockabsorbtion auch sogar Gehirnerschütterungen reduziert werden. Zudem beeinflussen sie kaum Sprache noch Atmung. Durch ihre perfekte Paßform werden sie vom Sportler sofort akzeptiert und gern getragen.

Das Tiefziehmaterial Drufosoft ist seit vielen Jahren klinisch bewährt und weist eine sehr gute, geprüfte Biokompatibilität auf. Die extrem geringe Wasseraufnahme sorgt für eine lange Lebensdauer. Die exakte Paßform wird durch den sehr geringen Materialschrumpf gewährleistet. Darüber hinaus kann Drufosoft bei der Herstellung extrem hohe Temperaturen aufnehmen, wodurch die problemlose Laminierung resultiert.

Um mehr Sportler als bisher vor Sportverletzungen zu schützen, muß eine enorme Aufklärungsarbeit geleistet werden. Wir rüsteten daher namhafte Sportler mit diesem Mundschutz aus, da diese Sportler durch ihre Rolle als Opinion Leader erreichen können, daß sich die anderen Sportler - und besonders die Kinder - ebenfalls ordentlich schützen. Einige Beispiele bekannter Sportler: Die Deutschen Hockey-Nationalmannschaften der Damen und Herren (Olympiasieger, mehrfache Europameister); Dariusz "Tiger" Michalczewski (Profiboxer, Light Heavyweight-WBO-World-Champion); Ralf Rocchigiani (Profiboxer, Cruiserweight-WBO-World-Champion); Karlheiz Riedle, Stephan Chapuisat und Martin Kree (Profifußballer, Borussia Dortmund, Deutscher Meister und Europameister), Regina Halmich (Profiboxerin, Flyweight-WIBF-World Champion),Till Görres (5 x Deutscher Meister im Thai-Boxen) usw.

Um die Attraktivität des Produktes zu steigern sind viele Farben lieferbar. Auch ist der Mundschutz in zwei- oder dreifarbiger Kombination lieferbar, z.B. auch in den Farben eines Clubs. Der Mouthguard ist mit dem Namen des Sportlers versehen und wird in einer robusten Designer-Box mit Pflegehinweisen ausgeliefert. Durch diese Form der Produktpräsentation fühlt der Patient eine höhere Wertigkeit schon vor der ersten Anprobe.

Prophylaxe gegen Sportverletzungen

Dr. med. dent. Thomas Rickert, Germany

Einleitung: Das Thema Prophylaxe und Vorsorge vor Verletzungen ist heute aktueller den je. Durch individuellen Mundschutz ist der Schutz im Mund- bzw. Gesichtsbereich wesentlich verbessert worden. Verletzungen von Zähnen, Zahnfleisch und Kieferknochen sind nicht nur besonders schmerzhaft, sondern meist auch nur durch aufwendige und kostenintensive prothetische Versorgungen zu lösen. Die Geschichte des Mundschutzes ist schon relativ alt; schon früh, 1954, wurde die Schutzwirkung dokumentiert. 1964 wurde zusätzlich die Schutzwirkung auf Kopf (Verminderung von Gehirnerschütterungen) und Hals erkannt. Besonders gefährdet sind Jugendliche bei sog. Modesportarten wie Mountainbiking, Rollerskating usw. Helm und Knieschutz gehören oft Ausrüstung zur Ausrüstung, während der Mundschutz noch stiefmütterlich behandelt wird. Was leider oft festzustellen: viele Patienten tragen erst einen Mundschutz, wenn sie durch einen Unfall einen oder mehrere Zähne verloren haben, also wenn es eigentlich schon zu spät ist. Vorher ist meistens das Interesse und das Verständnis für einen Mundschutz nicht vorhanden. Die Verbreitung von Mouthguards ist also hauptsächlich durch die mangelnde Aufklärung der Sportler eingeschränkt. Viele Profisportler tragen diesen Mundschutz, z.B. die Deutschen Hockey-Nationalmannschaften (Olympiade 2000 in Sydney), die Weltklasseboxer Klitschko und Michalczewski, die American Football Mannschaften Rhein Fire und Blue Devils.

Herstellung im Labor: Die Herstellung laminierter Mouthguards im zahntechnischen Labor verläuft in der Regel nach nicht standardisierten Prozessen. Die Signature® Methode jedoch basiert auf einem System wodurch ein gehobener und vergleichbarer Qualitätsstandard gewährleistet wird. Zum Erlernen dieser Methode liegt eine ausführliche bebilderte Anleitung vor und es werden regelmäßig Kurse angeboten. Das Prinzip sei hier im überblick kurz geschildert: Nach Präparation des Modells wird die erste, entweder farbige oder transparente 3 mm-Drufosoft Folie tiefgezogen (Druck 6 bar). Nach Ausarbeitung dieser ersten Folie wird die zweite, immer transparente 3 mm-Drufosoft Folie darüber gezogen (Druck 6 bar). Vorher werden Logo und Patientenname "eingelegt". Die zeite Folie muß extrem heiß gemacht werden, um so besser ist die Laminierung. Hoher Druck und hohe Temperatur bringen für eine wesentlich höhere Materialhomogenität, die für eine geringere Feuchtigkeitsaufnahme und bessere Abrasions-festigkeit sorgt. Laminierungen unter Vakuum und ohne diese hohe Temperatur halten in der Regel nur 6 Monate intraoral, ein so wie oben beschrieben hergestellter Mundschutz mindestens 24 Monate. Durch diese lange Haltbarkeit reduziert sich auch der Anschaffungspreis im Vergleich zu z.B. Boil & Bite Mouthguards. Außerdem gewährleistet die hochwertige Laminierung eine größere Spannung, wodurch der Sitz und Paßform langfristig erhalten bleiben und sich nicht wie bei preiswerteren Produkten nach kurzer Zeit bei Mundtemperatur gravierend verschlechtern.

Zum Vergleich: Große Brücken mit extremen Belastungen werden ebenfalls laminiert und werden nicht etwa aus einem Stück gefertigt.

Zur Herstellung eines laborgefertigten Mouthguards gehören neben der detailierten Bestellung des Zahnarztes, die Typ und Farbe des Mouthguards sowie Namen des Sportlers beinhaltet, Abformungen vom Ober- und Unterkiefer. Der Oberkieferabdruck muß die Umschlagfalte mit allen Lippen- und Muskelbändchen beinhalten. Der Unterkieferabdruck dient im wesentlichen zur Registrierung des Unterkiefers, d.h. zur Fixierung der Lage. Die beiden Abformungen vom Ober- bzw. Unterkiefer werden mit einem vakuum-angerührten Gips der Klasse 3 ausgegossen.

Sollte sich in dem Bereich des geplanten Mundschutzes eine Brücke befinden, so müssen die unter-sich-gehenden Stellen sorgfältig ausgeblockt werden, z.B. mit einer lichthärtenden Kunststoff. Ansonsten würde der sehr festsitzende Mundschutz beim Herausnehmen jedesmal eine Lockerung der Brücke hervorrufen.

Zunächst werden die endgültigen Dimensionen des Mundschutzes mit einem Bleistift und einem Lineal festgelegt. So wird jeder Mundschutz individuell den Gegebenheiten des Patienten angepaßt.

Ein Test mit dem Spatel zeigt, ob die Plastifizierung ausreichend fortgeschritten ist. Man kann deutlich erkennen, wie sich die Tiefziehplatte zum Model hin absenkt. Zum Tiefziehen wird die 2-Handsteuerung bedient, die vermeidet, daß eine Hand frei ist, die unter den Druckzylinder kommen könnte. Nach der entsprechenden Wartezeit wird das Gerät entlüftet.

Das Beschneiden der ersten Folie geschieht am besten mit einem erhitzten Skalpell. Mit einem erwärmten Skalpel wird in einem Winkel von 45° entsprechend der gewünschten Ausdehung des Mundschutzes beschnitten. Das überschüssige Material kann entfernt werden und die entgültige Form des Mouthguards wird nun sichtbar.

Zur weiteren Bearbeitung werden die entsprechenden Schleifkappen und Schleifkappenträger benutzt. Diese Schleifkappen werden auf Schleifkappenträger aufgesteckt und können nach Verschleiß ersetzt werden. Die Oberfläche ist ähnlich eines Sandpapiers.

Nun kann die zweite Folie tiefgezogen werden. Die Aufheizzeit beträgt ca. 3 Min 30 Sek. Es muß immer wieder mit einem stumpfen Instrument getastet werden, ob die Unterseite der Folie klebrig wirkt. Die Klebrigkeit ist das entscheidene Zeichen für den richtigen Zeitpunkt der Lamenierung. Wird zu früh laminiert, kann die Laminierung nicht über mehrere Jahre haltbar sein. Es empfiehlt sich eher zu lange zu warten als zu früh zu laminieren. In der Regel, wie auch in diesem Fall, sinkt die erhitze Folie schon auf das darunterliegende Model, was aber keinen negativen Einfluß hat.

Hier nun unser Ergebnis: Die Laminierung hat ohne Lufteinschlüsse stattgefunden und alle Einlagen sind fest eingefaßt. Nun wird auch die zweite Folie ausgeschnitten und die Ränder werden bearbeitet. Das Ausschneiden geschieht erneut mit einem erhitzten Skalpel, danach werden die äußeren Ränder mit den Schleifkappen bearbeitet bis die äußere Folie exakt die gleiche Länge wie die erste Folie erreicht hat.

Insgesamt wird nun abgerundet, bis eine harmonische abgerundete Endform entstanden ist. Dabei sollte so wenig wie möglich von der hochglänzenden Oberfläche der transparenten Platte verletzt werden, damit mit der Polierflüssigkeit möglichst nur noch im oklusalen Bereich und an den Schleifrändern gearbeitet werden muß. Mit der Polierflüssigkeit kann man das Tuch tränken und reibt über die Ränder. Dadurch werden die Scheifschlieren geglättet und entfernt. Dann wird durch leichtes darübergleiten ein Hochglanzeffekt erreicht werden. Nach Verdunsten der Flüssigkeit wird nochmals mit der Flamme vorsichtig die Oberfläche geglättet.

Nun werden Ober- und Unterkiefermodel in einen Artikulator gebracht, um die Bißregistrierung durchzuführen. Danach ist ein individueller, professioneller Mundschutz entstanden.